Viel habe ich geschrieben über meinen Wunsch, die Leser zu inspirieren, Grenzen zu verschieben, ja, wenn möglich die Welt ein Stück zum Positiven zu verändern.

Jetzt wird es Zeit für die andere Hälfte der Wahrheit: in Wirklichkeit geht es in „Steh auf und flieg!“ um Sex, Drugs and Rock’n’Roll. Fallschirmspringen im Allgemeinen und Basespringen im Speziellen sind ein Ausdruck von Freiheit, und so war es mir wichtig, auch beim Schreiben diese Freiheit zu leben. Also ist ein sehr ehrliches, sehr tabuloses Buch herausgekommen, das es nicht für nötig hält, Teile der Geschichte aus Anstand auszusparen.

Und so geht es eben in weiten Teilen um Scheiße (im übertragenen und tatsächlichen Sinne), um Verbotenes und den Spaß daran, verbotene Dinge zu tun, um Unterhaltung mit einer guten Prise schwarzem Humor, ohne Pflicht zur Erleuchtung. Und niemand kann mir erzählen, es gibt auch nur eine Person, die nach einem frischen Querschnitt noch nie an Liebe im körperlichen Sinne gedacht hat.

Über den Umstand, privateste Dinge des Privatlebens öffentlich zu machen, habe ich zugegebenermaßen eine Weile nachgedacht. Ich habe aber bald gesehen, dass die Geschichte unvollständig wäre und damit auch eine andere Wirkung hätte, wenn ich wesentliche Erlebnisse weglassen würde. Alle meine Erlebnisse sind ein Teil von mir und haben dazu geführt, dass ich die Person geworden bin, die ich heute bin. Manche Erlebnisse waren gut, manche weniger, bei manchen wird es schwer, sie in Kategorien zu unterteilen.

Aber macht euch am besten selbst ein Bild. Lasst euch von der emotionalen Achterbahnfahrt mitreißen, das Happy End ist schließlich vorhersehbar und ich verspreche, dass  zwischendurch viel gelacht werden darf. Lest „Steh auf und flieg!“ in der Bahn, am Strand, auf dem verbotswidrig betretenen Hochhausdach. Einfach so zur Unterhaltung, dafür ist es gemacht.

Kategorien: Buch

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