An dieser Stelle möchte ich regelmäßig über mein Training und mein Sportprogramm berichten. Das soll nicht nur einen Einblick geben, wie das Training aussieht, das mich hoffentlich noch besser auf die Beine bringt, sondern nebenbei meinen eigenen Schweinehund in die Schranken weisen. Der hat ja auch ein Ego und möchte nicht erzählen müssen, ‚bin die ganze Woche faul auf der Couch gelegen‘.

Was für Möglichkeiten habe ich überhaupt, Sport zu treiben? Ein Hilfsmittel ist dieser Bewegungstrainer (Motomed in diesem Fall, es gibt auch andere Marken). Im Grunde ist das ein Ergometer mit speziellen Funktionen, der entweder für die Beine oder für Arme / Oberkörper benutzt werden kann.

Einsatz bei wenig bis keiner Muskelfunktion

Gerade in der Anfangszeit war dieses Hilfsmittel Gold wert. Denn man kann die Pedale auch komplett ohne eigene Kraft per Motor bewegen lassen. Das hält beweglich, und noch viel wichtiger, es ist ein perfekter Ausgangspunkt für mentales Training, also in diesem Fall das „mitdenken“ der Bewegung. Wird eine eigene Bewegung erkannt, hört die Motorunterstützung auf und man kann selbst treten. Wird die eigene Kraft zu schwach, übernimmt wieder der Motor.

Einsatz heute

Der Motor (ja, der Traum aller Sportmuffel) ist für mich schon lange Geschichte. Es kann ein Widerstand in bestimmten Abstufungen eingestellt werden. Im Grunde ahme ich damit mein früheres Lauftraining nach: gemächliches Einfahren, Abwechseln von anstrengenden und weniger anstrengenden Streckenteilen, Intervalle. Die Anzeige liefert Werte für gefahrene Zeit, gefahrene Kilometer (ein Wert, mit dem ich nicht viel anfangen kann, da er zu weit weg von der Realität mit verschiedenen Untergründen, Windverhältnissen usw. ist), Leistung in Watt, verbrauchte Kalorien,Trittfrequenz und Symmetrie (also ob mehr oder weniger Leistung vom rechten oder linken Bein kommt).

Was daran gut ist

Früher der wichtigste Pluspunkt war sicherlich die Messbarkeit der Leistung. Ich sehe genau, wie ich mich mit der Zeit verbessere, und das ist ungemein motivierend. Motivation beim Sport ist das A und O, um dabei zu bleiben. Heute würde ich als größten Vorteil nennen: die Möglichkeit, überhaupt einen für das Herz-Kreislauf-System relevanten Ausdauersport zu betreiben. Es ist ein großes Glück, dass ich nun an dieser Stelle angelangt bin und ich etwas mit meinen Beinen anstellen kann, das tatsächlich insgesamt meine Kondition trainiert.

Warum ich doch lieber ein richtiges Rad hätte

Der größte Nachteil von Anfang an: Im Wohnzimmer auf der Stelle treten ist und bleibt langweilig. Die Langeweile lässt die Zeit gefühlt unendlich langsam verstreichen, was die gefühlte Anstrengung nochmal nach oben treibt.
Langsam aber sicher stoße ich auch an die Grenzen des Geräts. Die Anzeige reicht hier und da nicht mehr weit genug. Z.B. habe ich den Wert der verbrauchten Energie als genauere Abstufung der durchschnittlichen Leistung auswerten können – bis ich feststellen musste, dass die Anzeige bei 999 KJ (das sind gerade einmal 239 kcal, der Wert einer leichten Zwischenmahlzeit) ein Ende hat.
Wenn Geld keine Rolle spielen würde, hätte ich schon längst ein eigenes Rad. Bis dahin lebe ich eben mit den Umständen und nutze die Vorteile für mich.

Kategorien: Sport

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