Welche Etappe wohl die spannendste ist? Ich würde sagen, immer die nächste. Heute morgen galt das zweifellos. Unglaublich viele Unbekannte machten die Planung schwierig, dazu kam die knappe Zeit, um überhaupt etwas zu planen. Die machbare Streckenlänge habe ich errechnet aus einer einzigen Probetour, die unter vollkommen anderen Voraussetzungen stattfand, in recht hügeligem, fast schon bergigem Gelände.

Frühstück. Die erste Hürde, die es heute zu nehmen galt, war das frühe Aufstehen. Hat sich definitiv gelohnt. Dann wurden die letzten Sachen zusammengepackt.

Einigermaßen pünktlich starteten Gert Wiedemann, der mich die ersten Kilometer begleiten wollte, und ich von zu Hause. Zunächst mussten wir einmal quer durch Karlsruhe. Das klappte ganz gut. Wir fuhren an den U-Bahn-Baustellen vorbei („ein halbes Jahr wird das wohl noch dauern“ – haha), über den Marktplatz und durch den Schlosspark. Dann waren wir doch ganz froh, die Stadt hinter uns zu lassen.

So sah es eine lange Zeit aus. Der Weg zieht sich mehrere Kilometer schnurgerade durch den Wald. Hat mich etwas an die Strecke des Bienwald-Marathon erinnert, die für schnelle Zeiten geliebt und für die Eintönigkeit gefürchtet ist.

Erste Mittagspausean einem idyllisch gelegenen Spielplatz. Es gab ein Käsebrötchen.

Spontane Pause mit Bio-Snack direkt vom Baum. Der ist so praktisch gewachsen, ich musste nicht einmal vom Rad steigen. Ultra saftig und lecker.

Das meiste ist geschafft. Die letzten Kilometer waren dann doch anstrengend. 33 km bin ich heute gefahren. Die erste Etappe hatte ich etwas länger gewählt, um für morgen einen Puffer zu haben. Zur Erinnerung: morgen findet die erste Lesung der Tour in Hockenheim statt in der Buchhandlung Gansler.

Fazit von heute: die technischen Probleme beschränkten sich grob auf hier und da ne Schraube nachziehen. Meine Leistungsfähigkeit habe ich zum Glück ganz gut eingeschätzt, die Strecke hat mich gefordert, aber nicht überfordert. Ich bin gespannt, inwieweit und wie schnell sich der Körper an die Belastung gewöhnt.

Und jetzt schon ist klar, ich brauche dieses Rad! So ist Sport gedacht, in der Natur, zum Seele baumeln lassen.

Kategorien: Tour

1 Kommentar

KLAUS SODEMANN · 4. September 2018 um 07:30

Liebe Susanne, ich finde es toll, dass Du jetzt unterwegs bist. Dank Deines unbändigen Willens und Deines Durchhaltevermögens hast Du alle Hürden gemeistert, dafür meine herzlichen Glückwünsche! Vor allem soll Dich prächtiges Frühherbstwetter begleiten, nur Rückenwind, Pannen- und Sturzfreihheit und viel Erfolg beim Lesen. Auf jeden Fall bewundere ich Deinen Mut, bleib weiter dran wünscht Dir Klaus

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