13. Juli
Mein zweites Schwimmtraining führt mich erstaunlich schnell zu einer zweiten Schwimmart, die einen Namen hat (diesmal auch einen cooleren): Ich schwimme jetzt nicht nur altdeutsch sondern auch Rücken-Kraul. Alles noch etwas wackelig und ich schlucke ständig Wasser, aber ich komme gut voran. Es ist klar, auf dem Weg zum Triathlon kann das Rückenschwimmen nur ein Zwischenschritt sein. Irgendwann muss ich versuchen, mich auf den Bauch zu drehen. In der Theorie so einfach. Wenn nur nicht dieser Mindfuck wäre. Sobald mein Kopf im Wasser ist schreit mein Gehirn: „Atmen! Du musst jetzt sofort ATMEN!“. Es lügt. Das wäre Hyperventilieren. Aber selbst mit Atemübungen am Beckenrand tue ich mich schwer. Der krönende Abschluss dieses Tages, die ersten Versuche Brustschwimmen, sehen wohl eher nach Seenot aus. Wenn ich es schaffe, für ein, zwei Züge einen Rhythmus zu finden, bin ich selbst überrascht. Aber es gibt diese Momente und sie zeigen mir, ich komme weiter und lerne dazu.

15. Juli
Mein Rad (das Berkelbike) ist kaputt. Sehr ärgerlich. Ein Plastikrohr, in dem die Kette zur Handkurbel verläuft, wurde ins Ritzel gezogen, hat sich dort verklemmt und sich dabei übel deformiert. Naja, bis das repariert ist muss ich halt mehr schwimmen und bin deswegen heute das erste mal in einem anderen Schwimmbad dabei: Ein großes Spaßbad, in dem neben unserer abgetrennten Bahn der normale Betrieb läuft. Ich kämpfe weiter mit dem Atmen und der Koordination der ganzen Bewegungen. Am Ende schaffe ich es, eine 25m-Bahn Brust durchzuschwimmen. Irrsinnig anstrengend ist das. Aber ich bleibe meinem Lerntempo treu und beende das dritte Schwimmtraining mit drei Schwimmarten, die einen Namen haben.

17. Juli
Heute morgen können wir im Freibad trainieren. Wir sind ohne Sophie auf uns allein gestellt. Das Wetter war die ganze Woche eher durchwachsen und morgens ist es wirklich noch sehr frisch. Ich beschließe, dass das eine gute Gelegenheit ist, um meinen neuen Neo zu probieren. Als ich ihn das erste mal zur Probe angezogen habe, war das ein ziemliches Desaster. Heute geht es besser, dauert aber noch eine halbe Ewigkeit und wird zu Hause erledigt, damit wenigstens niemand sehen kann, wie ich mich dabei verrenke und abmühe. Soo kalt wäre es dann übrigens gar nicht gewesen. Mit dem Neo ist es super angenehm.
Der markanteste Unterschied zwischen draußen und drinnen schwimmen ist allerdings weder die Temperatur noch die Länge der Bahnen. Draußen vermisse ich schmerzlich die Decke, an der ich mich sonst auf dem Rücken liegend orientieren kann. Geradeaus schwimmen bleibt eine Herausforderung. Das spricht natürlich dafür, mich nochmal im Brustschwimmen zu versuchen. Es ist immer noch äußerst anstrengend. Ohne vernünftigen Beinschlag komme ich kaum vom Fleck. Aber immerhin: die Koordination mit der Atmung klappt tatsächlich gut.


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