27.07.
Das vermutlich letzte Schwimmtraining vor dem Sommerferien. Atmen: es ist kompliziert. Sobald ich auch nur eine Sekunde unter Wasser bin, habe ich alles vergessen. Hektik, kein Rhythmus. Also zurück zu den Vorübungen (einarmig mit Brett), mühsam. Faszinierend, was Sophie alles sieht. Ich mache unsinnige Bewegungen, von denen ich selbst nichts mitbekomme. Richtig kurios wird es, als ich darauf achte und es richtig machen will. Ich würde das beschreiben als: ich will gerade meinen Arm aus dem Wasser heben, aber er ist nicht da (weil er gerade mit dieser autonomen Kringel-Bewegung beschäftigt ist). Die nächste Bahn geht es besser, wohl auch weil ich diesmal probiere, nur jeden zweiten Zug zu atmen, das macht es weniger hektisch.

30.07.
Handbike probefahren in Lobbach. Ich hatte Kontakt aufgenommen zum AdViva-Handbiketeam. Torsten und Frank wollten mir eine „Probefahrt“ ermöglichen auf Franks Bike. Freitag nachmittag Autofahren macht echt keinen Spaß, aber ich komme verhältnismäßig gut durch. Treffen in der Manfred-Sauer-Stiftung. Ich passe OKish ins Rad, aber besser als gedacht. Die Oberkörperlänge ist gut, nur die Beine sind zu kurz für die Fußrasten. Beim Lenken stoße ich mit dem Knie gegen ein Rahmenteil. Nicht schön, aber für den Moment muss es gehen. Nach den ersten Probemetern verstellt Torsten noch ein paar Kleinigkeiten an der Sitzposition und der Bremse, er hat einen guten Blick dafür. Überhaupt: Bremsen. Das ist sehr gewöhnungsbedürftig, da ich nun keinen Rücktritt mehr habe und das richtige Hebelchen erstmal finden muss. In einem Bedienteil sind Bremse und zwei Schalthebel integriert. Ich versuche mir krampfhaft zu merken, in welche Richtung was passiert. Die Liegeposition knapp über dem Boden ist wie schon angedroht ziemlich beeindruckend, zumal wir uns in der Tiefgarage umsetzen und ich direkt neben dem Auto, gefühlt fast schon darunter liege.

Wir fahren ein kurzes Stück zum „Kaiserring“, einer Trainingsstrecke, auf der ich so richtig Gas geben kann. Mit Leichtigkeit erreiche ich Geschwindigkeiten, von denen ich auf dem Berkelbike nur träumen kann. Um die Kurven traue ich mich nur vorsichtig, aber immerhin finde ich inzwischen auf Anhieb die Bremse. Bis ich das Schalten verstanden habe, dauert es etwas länger. Anfangs lasse ich die Kurbel los, um den Schalthebel zu treffen. Irgendwann schaffe ich es, während der Kurbelbewegung einfach nur einen Finger auszustrecken und so zu schalten. Leider ist das Lenken etwas mühsam, weil ich mir immer das Knie anstoße und das führt wohl auch dazu, dass ich mich nicht ganz so schlimm verausgabe, wie ich es gefürchtet hatte.
Das Fazit von Torsten fällt dann deutlich positiver aus als mein eigenes Gefühl: „Sieht aus, als würdest du seit langem nichts anderes machen“, sind er und Frank sich einig. Wow, das muss ich erstmal sacken lassen.

Kategorien: Triathlon

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