Die letzte Nacht gab es leider ein Wiedersehen mit der Rhoischnook. Für alle, die das bis jetzt nicht übersetzen konnten: ich hatte eine Mücke im Zimmer.

Während ich auf Ruth wartete, die kein Zimmer mehr in der gleichen Unterkunft bekommen hatte, beobachtete ich einen Helikopter, der am anderen Rheinufer hoverte. Was er dort arbeitete, konnte ich leider nicht erkennen.

Ein schöner Badestrand. Leider fehlte heute das passende Wetter dafür, es war den ganzen Tag grau und ab und zu nieselte es etwas. Interessanterweise sind meine ersten Assoziationen, wenn ich Sandstrand sehe, immer noch positiv, obwohl das für mich der denkbar unpraktischste Untergrund ist.

Wer weiß, was das hier ist? Schaufelrad ohne Dampfer, übergroßes Tretboot oder doch etwas Sinnvolles?

Dann haben wir Karl-Heinz getroffen, der mit dem E-Bike unterwegs ist. Wir erzählten von unseren Radtouren und fuhren ein Stück zusammen. Er wollte heute bis Boppard kommen, ein kurzes Stück, nachdem er gestern über 80km gefahren ist.

Die nächste tolle Begegnung: Sanja mit ihrem Hund Medo. Er hat ein ganz ähnliches Problem wie wir und auch einen eigenen Rollstuhl. Er erzählte uns sehr viel, das ich leider nicht in Menschensprache übersetzen kann.

Drei Lebewesen mit Rückenproblemen und ihren Fahrzeugen. Danke an Sanja Solomun für das Foto.

Mittagspause in Bacharach, ein kleiner Ort mit einer wunderschönen historischen Altstadt.

Nachdem wir gestern eine nutzlose halbe Brücke gesehen haben, kamen wir heute an diesem ähnlich sinnvollen Tunneleingang ohne Tunnel vorbei.

Ganz viele Burgen haben wir heute gesehen.

Auf fast jeder Erhöhung steht eine, oder wie hier auch Mal mitten im Wasser.

Psychotest: bin ich ein Luftsportler? Hier sehe ich:

  1. Eine Flussbiegung
  2. Einen Helikopter

Ein Felsen, der nicht die Loreley ist. Aus Angst, das berühmte Stück Schiefer zu verpassen, wurde kurzerhand jede Erhebung auf dem Weg nach St. Goar fotografiert.

Mehr zum Thema „schöne, alte Gemäuer“: einer von vielen Bahntunnel-Eingängen.

„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin …“

… Ein Liedlein aus uralten Zeiten, das geht mir nicht aus dem Kopf. Danke auch für den Ohrwurm, Friedrich Silcher.

Das hier ist übrigens auch nicht die Loreley.

„Den Schiffer im kleinen Schiffe, ergreift’s mit wildem Weh. Er schaut nicht die Felsenriffe, er schaut nur hinauf in die Höh.“

Tatsächlich, die Felsenriffe gibt es wirklich, dank Niedrigwasser gut zu sehen.

Nun aber wirklich: die Loreley.

Kurz danach kamen wir in St. Goar an und gönnten uns noch ein Stück Kuchen.

Zur Abwechslung sind wir heute in einem „richtigen“ Hotel. Fast schon Luxus, und die erste kostenpflichtige Unterkunft, in der das angepriesene WLAN auch funktioniert. Die ist der Blick aus meinem Fenster.

 


1 Kommentar

Karl-Heinz · 20. September 2018 um 09:37

Hallo Susanne,
es war sehr schön, Sie und Ruth getroffen zu haben. Ich finde ganz toll wie optimistisch und tatkräftig Sie ihr Schicksal verarbeiten. Sie sind bestimmt ein sehr gutes Beispiel für andere Menschen, denen es vielleicht schwerer fällt, die Zukunft zu meistern. Mittlerweile habe ich auch Ihren Blog gelesen und werde ihn weiterverfolgen. Kurze Berichte und schönen Bilder die mich auch an meine Radtour erinnern.

Ich bin bis Köln gefahren und mittlerweile wieder zu Hause. Mit das interessanteste an meiner Rheintour waren die Begegnungen mit anderen Menschen. Das ich Sie kennenlernen dufte war ein ‚Highligth‘ auf der Tour. Danke !

Weiterhin viel Spaß auf Ihrer Tour und alles Gute für die Zukunft.
Grüßen Sie bitte auch Ruth, die das alles auch so toll meistert.

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