Eigentlich hätte ich ahnen können, dass dieser Tag unter keinem guten Stern steht, als ich mein Handy heute morgen mit fast leeren Akku vorfand. Los ging’s in Koblenz aber zunächst optimistisch mit der Erkenntnis, dass der Architekt hier gute Arbeit gemacht hat. Perfekter Blick auf das Fort Konstantin.

Wieder ging es über einen Fluss, diesmal die Mosel. Heute wartete eine echte Herausforderung auf mich. Die Wettervorhersage versprach 33°C, höher noch lag die Kilometerzahl mit 34. Spoiler: ich wäre froh gewesen, es wäre bei 34 geblieben. Und dann war da noch das Höhenprofil mit guten 150 Metern, das meiste davon ein knackiger Anstieg am Ende der Etappe.

Was man hier nicht sieht, sind die Verrenkungen, die ich am Straßenrand machte für dieses Foto von der Laterne vor der Sonne.

In Koblenz machte ich den Fehler, ohne nachzudenken dem Navi zu folgen. Der Rhein macht eine ziemliche Kurve um die Stadt, warum nicht abkürzen und ein paar Kilometer sparen?

Die „Abkürzung“bescherte mir eine sehr lange Strecke durch den weniger malerischen Teil der Stadt. So richtig Spaß machte das nicht.

Und dann stieß das Navi wirklich an seine Grenzen. Hier war wohl mal eine Straße.

Hier angeblich auch. Verärgert über die anderthalb Extrakilometer und die verlorene Zeit blieb mir nichts anderes übrig, als umzudrehen.

Bis jetzt gab es kein Familienwochenende, an dem nicht irgendetwas liegengeblieben wäre. Letzte Woche war es eine Kinder-Sonnenbrille, die die nächsten Tage mit mir reisen durfte. Diesmal hatten sich, zugegeben deutlich nützlicher, diese Plastikdose und eine Gabel in mein Gepäck verirrt. Das schafft ganz neue Verpflegungsmöglichkeiten.

Bagger auf Kühlturm: das ehemalige AKW Mühlheim-Kärlich, das kaum länger als zwei Jahre an Netz war, wird abgerissen.

Die Stadt Weißenthurm, selbstverständlich mit dem passenden Bauwerk.

… Und mit der nächsten unpassierbaren Stelle. Zum Glück war der Umweg diesmal nicht ganz so weit.

Nach einer unfassbar langen Strecke durch Stadtgebiet war ich endlich wieder dort, wo ich sein wollte, in der Natur.

Nochmal Lob an den Architekten, das Industriegebäude fügt sich perfekt in die Landschaft ein.

Großer Containerumschlagplatz in Andernach. Hier wechseln die Container vom Schiff auf die Bahn oder umgekehrt.

Kurze Zeit später fand ich einen Supermarkt und beim Blick in den Spiegel die Antwort darauf, warum meine Laune nicht so toll war wie die anderen Tage. Mein Kopf glühte wir eine Tomate. Die Hitze hatte ihren Preis.

Andernach entpuppte sich als sehr sehenswert. Nachdem ich jeden Tag an bestimmt fünf Burgen vorbeikam, die allesamt unerreichbar auf Berggipfeln thronten, steht die hier schön praktisch mitten im Ort.

In der Natur fand ich ein schönes Plätzchen für eine Pause. Offenbar bin ich hier auf einem Teil des Jakobswegs unterwegs.

Bahnhof von Bad Breisig. Die heutige Unterkunft bietet einen Abholservice von diesem Bahnhof an. Lange haderte ich mit mir, ob ich den in Anspruch nehmen sollte. Noch 49 Höhenmeter trennten mich von Dusche und Bett.

Dann nahm ich doch die Herausforderung an. Dieses großartige Gefühl, oben angekommen zu sein, einfach genial.


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