Die Nacht verbrachte ich bei meiner Springer-Kollegin Jasmin. Vielen Dank für deine Gastfreundschaft!

Am Morgen galt es noch ein kleines Problemchen zu lösen. Manch einer behauptet ja schon länger, ich hätte eine Schraube locker. Heute sah ich es auch (die Schraube fehlt sogar). Professionelle Reparatur mit einem Packgummi. Das und die Packbändel einzupacken war eine sehr gute Entscheidung. Es kam noch etwas Tape zur Sicherheit dazu, dann ging es los.

Dieser Teil der Autobahn durch Köln ist komplett überdacht. Die Autos sind fast nicht zu hören.

Zweites Frühstück und Interview mit Karin Bünnagel vom Fahrradmagazin abfahren.

Sollte heute „endlich“ der erste richtige Regentag der Tour sein? Als ich das Café verließ, regnete es tatsächlich in Strömen. Schon fünf später hatte es wieder aufgehört. Weitere zehn Minuten später wurde es mir mit der Regenjacke zu warm.

Immer wieder fuhr ich lange Strecken am Kölner Randkanal entlang. Als ich den wenig ansehnlichen Wasserlauf nach zehn Kilometern immer noch nicht los hatte, bekam er eben doch ein Foto. Oft riecht es auch genauso, wie es aussieht.

Ideen für neue Touren gibt es genug.

Oder gleich ein bisschen weiter weg? An dem langsamen Reisen mit dem Rad habe ich durchaus Gefallen gefunden.

Was jetzt, schon einen halben Tag unterwegs und immer noch in Köln? Die Stadt ist echt riesig. Wohlgemerkt von ich bereits gestern fast einen halben Tag durch Köln gefahren.

Schon wieder Chemie. Das heißt aber auch, der Rhein kann nicht mehr weit sein.

Zu früh gefreut. Da hat doch in der Tat die große Firma eine Straße geschluckt. Der Umweg um das weitläufige Firmengelände zog sich hin.

Geschafft, ich war wieder am Fluss.

Die Landschaft hier ist ganz anders als die vergangenen Rheintal-Etappen. Grüner, weniger touristisch und ein Radweg oben auf dem Deich.

Apropos Deich … Den Wind kann man an den Bäumen vielleicht erahnen. Angekündigt war Südwestwind, bei der Fahrt nach Norden durchaus willkommen. Natürlich hielt sich der Wind nicht an den Plan. Drei Kilometer in heftigem Gegenwind, bei dem ich fast schon Angst hatte, vom Deich gefegt zu werden, waren nur mühsam im ersten Gang zu bewältigen.

Zonk in der Stadt Zons. Wegen Niedrigwasser fährt die Fähre nicht. Die nächste Brücke hätte einen Umweg von 40 Kilometern bedeutet. Ich konnte es drehen wie ich wollte, auf dem geplanten Weg würde ich heute nicht am Ziel ankommen.

Warten in Zons auf meinen Gastgeber Fabian, der sich mit dem Auto auf dem Weg machte.

Die Stadt verbreitet authentisches Mittelalter-Flair.

Mangels Alternativen luden wir das Rad ins Auto …

… Und fuhren die 40 Kilometer über die Rheinbrücke.

Meine super netten Gastgeber hätten alleine mit dieser Aktion bei mir ganz dick gepunktet, ließen es sich aber darüber hinaus nicht nehmen, extra noch ein Düsseldorfer Altbier zu organisieren. Wenn ich damit weitermache, alle lokalen Biersorten zu testen, wird es irgendwann anstrengend.

Mich wurmte immer noch, nicht die ganze Strecke mit dem Rad bewältigt zu haben und ich dachte kurz darüber nach, mich an morgen zur anderen Seite der Fähr-Anlegers fahren zu lassen. An dieser Stelle sah ich die Nachteile der im voraus geplanten Etappen und Übernachtungen. Ohne feste Termine wäre ich nun flexibel genug für solche Extras. Am Ende wählte ich den einfachen Weg, um morgige Mitfahrer und Gastgeber nicht zu enttäuschen, auf die ich mich ja auch schon freute. Und mit den zusätzlichen fünf Kilometern gestern zum Fahrradladen ist die heutige Abkürzung mehr als ausgeglichen.


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